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2. Oktober 2017

Call for Papers, Jahrestagung 2018

Konzepte sexueller Gesundheit vom 18. bis zum 21. Jahrhundert“

Den deutsch- und englischsprachigen CfP hier downloaden: 2018_Call_Konzepte_sexueller_Gesundheit

Ort der Tagung: Montafoner Heimatmuseum Schruns, Vorarlberg

Zeitraum: 8.–10. November 2018

Veranstaltende Organisationen: Verein für Sozialgeschichte der Medizin, Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck, Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt, Montafoner Museen

Organisationsteam: Marina Hilber (Innsbruck), Michael Kasper (Schruns), Elisabeth Lobenwein (Klagenfurt), Alois Unterkircher (Ingolstadt), Alfred Stefan Weiß (Salzburg).

Über die Jahrhunderte hinweg beschäftigten sich die unterschiedlichsten Disziplinen mit dem Gegenstand „Sexualität“. Dabei definierten sie vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Wissenschaftstraditionen die Parameter, wann „Sexualität“ als moralisch gut oder verwerflich, wann als gesund oder krank oder wann diese für das Wachsen einer Nation als förderlich oder hinderlich anzusehen wäre. Die Meinungen, die die AkteurInnen aus Medizin, Biologie, Theologie, Pädagogik, den Rechtswissenschaften oder der Demographie dazu einnahmen und über zahlreiche Medien popularisierten, fielen in unterschiedlichen Zeiten sehr vielfältig aus.

So gilt heute als wissenschaftlich anerkannt, dass ein erfülltes Sexualleben Menschen weniger anfällig für physische wie psychische Krankheiten macht und somit zu einem längeren, zufriedenerem bzw. qualitätsvollerem Leben verhelfen kann. Vor gut 60 Jahren hingegen sorgten bestimmte Themen wie beispielsweise die Sexualerziehung der Jugend noch für heftige gesellschaftspolitische Diskussionen, und von der Heterosexualität abweichende Sexualitäten wurden in den meisten Ländern erst seit kurzem entpathologisiert und entkriminalisiert. Die Voraussetzungen für die Sichtweise, dass Sexualität zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden beitragen kann, hängen wiederum stark mit dem Wissen über relevante physiologische Abläufe und mit der Kenntnis über den eigenen Körper zusammen. Nicht zuletzt erleichtern demokratische Strukturen und eine liberale Gesellschaft die Akzeptanz des eigenen sexuellen Begehrens und fördern somit einen entspannten Blick auf die eigene und „fremde“ Sexualität.

Sex ist also gesund – so zumindest der allgemeine Konsens zu Beginn des 21. Jahrhunderts! Die Tagung möchte das Thema „Sexualität“ daher nicht in Hinblick auf seine Gefährdung für die Gesundheit betrachten (etwa durch sexuell übertragbare Krankheiten, juristisch als kriminell definierte sexuelle Handlungen etc.), sondern ausgehend von der 1975 formulierten Definition der WHO zu sexueller und reproduktiver Gesundheit die gesundheitsfördernden, präventiven Aspekte von „Sexualität“ in einer breiten zeitlichen Perspektive vom 18. bis zum 21. Jahrhundert beleuchten. Fokussiert werden dabei Konzepte, Diskurse und AkteurInnen, die sich in unterschiedlichen sozialen, räumlichen und zeitlichen Kontexten der Förderung sexueller Gesundheit verschrieben haben. Inhaltlich möchte die Tagung vier Kernthemen diskutieren:

  1. Konzepte:In einem ersten thematischen Schwerpunkt sollen die unterschiedlichen Ansätze der Sexualwissenschaft kritisch hinterfragt werden. Welche Vorstellungen vertraten ÄrztInnen, PädagogInnen, PsychologInnen etc. im Laufe der Zeit und wie wurde der Zusammenhang von Gesundheit und Sexualität interpretiert? Welche sexualmedizinischen Denkkollektive etablierten sich? Welche wissenschaftliche Paradigmen konnten im öffentlichen Bewusstsein verankert werden, bzw. wie durchsetzungskräftig und nachhaltig war und ist das Wissen um Sexualität(en) in der Bevölkerung? Welche Rolle spielten die normativ regulierenden Sanitätsbehörden in diesem Prozess? Welche Initiativen gingen von staatlicher Seite aus, und welche Initiativen entstanden abseits des Mainstream (etwa in alternativmedizinischen oder queeren Kontexten)?
  2. Medien: In diesem Schwerpunkt wollen wir der Frage nachgehen, wie das jeweilige Wissen um sexuelle Gesundheit transportiert und popularisiert wurde. Der Fokus des Interesses liegt dabei nicht allein auf wissenschaftlichen Fachzeitschriften oder historischer und aktueller Ratgeberliteratur, sondern inkludiert ganz wesentlich audiovisuelle und virtuelle Formen von Medialität (u. a. Werbung, Film und Fernsehen, Social Media).
  3. Räume und Interaktionen: Der dritte Themenblock widmet sich der räumlichen Verortung sexueller Gesundheit. In welchen Räumen wurde Sexualität thematisiert, diskutiert und gelebt? Wann und wie entwickelten sich eigene Zentren für sexuelle Gesundheit und wie interagieren ProfessionistInnen und KlientInnen sowie PatientInnen in diesen (medikalen) Räumen? Gefragt wird hier jedoch nicht nur nach geschützten Räumen therapeutischer Interaktion, sondern auch nach der Aneignung öffentlichen Raums. Wo wird sexuelle Gesundheit im Alltag sichtbar? Wo konstituieren sich (temporäre) Räume sexueller Gesundheit und wie werden sie von verschiedenen AkteurInnen genutzt.
  4. Körperwissen: Der letzte Schwerpunkt möchte sich der PatientInnen-Perspektive im Porter’schen Sinne annähern. Wie schreiben und erzählen Menschen verschiedenster sexueller Orientierung über ihren Umgang mit Sexualität? Welche Quellen stehen Forschenden zur Verfügung, um historische Perspektiven auf sexuelle Gesundheit zu re- bzw. dekonstruieren?

Ausgewählte Tagungsbeiträge werden nach einem Peer-Review-Verfahren in der Zeitschrift Virus: Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin veröffentlicht. Beiträge mit regionalem Bezug zu Vorarlberg/dem Montafon können in den Bludenzer Geschichtsblättern oder im Jahrbuch der Montafoner Museen veröffentlicht werden.

Bitte senden Sie Vorschläge für Einzelvorträge mit Abstracts von maximal einer Textseite bis zum 1. Dezember 2017 per E-Mail an Dr. Elisabeth Lobenwein: elisabeth.lobenwein@aau.at

Die Auswahl der Vorschläge für die Tagungsbeiträge wird von der Tagungsleitung gemeinsam mit dem Vereinsvorstand und den Kooperationspartnern diskutiert, eine Zu- oder Absage erfolgt bis spätestens Ende Jänner 2018, die Aussendung des vorläufigen Tagungsprogramms bis Ende Februar 2018. Selbstverständlich sind auch alle historisch Interessierten, die keinen eigenen Vortrag halten, bereits jetzt herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Die Tagungsgebühr beträgt 80 Euro und deckt anfallende Kosten für Führungen, Getränke, Imbisse und Kaffeepausen ab.

Wir müssen leider darauf hinweisen, dass der Tagungsort nicht barrierefrei ist. Falls Sie Assistenz benötigen sollten, bitten wir uns dies im Vorfeld mitzuteilen, damit diese organisiert werden kann.

Für die Tagungsleitung und Organisation: Marina Hilber (Innsbruck), Elisabeth Lobenwein (Klagenfurt), Michael Kasper (Schruns), Alois Unterkircher (Ingolstadt), Alfred Stefan Weiß (Salzburg).

Kontakt:
Dr. Elisabeth Lobenwein
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Institut für Geschichte
Universitätsstraße 65–67
9020 Klagenfurt am Wörthersee
elisabeth.lobenwein@aau.at


 

 22. Mai 2017

Medikalisierte Kindheiten. Die neue Sorge um das Kind vom ausgehenden
19. bis ins späte 20. Jahrhundert“

Jahrestagung 2017 des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin – Geschichte(n) von Gesundheit und Krankheit

in Kooperation mit
  • Forschungszentrum „Medical Humanities“ der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung. Transformationen – Identitäten – Diskurse der Universität Innsbruck
  • Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck
  • Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck
  • Forschungsnetzwerk „Gender, Care and Justice“ der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung. Transformationen – Identitäten – Diskurse der Universität Innsbruck

Flyer der Tagung hier zum download!

2017_Flyer_Jahrestagung

Tagungshomepage

Ort: Institut für Erziehungswissenschaft, Liebeneggstr. 8, Innsbruck

Zeit: 29. Juni–1. Juli 2017

Tagungsleitung und Organisation: Elisabeth Dietrich-Daum und Michaela Ralser

Tagungsgebühr: Die Tagungsgebühr beträgt 70 Euro und deckt anfallende organisatorische Kosten sowie Kosten für Bewirtung an einzelnen Konferenztagen ab.

Anmeldung zur Tagung unter https://www.uibk.ac.at/congress/medikalisiertekindheiten/anmeldung


 

16. Dezember 2016

VIRUS Band Nr. 15 ist erschienen!

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Der VIRUS Band Nr. 15 zum Schwerpunktthema „Medizin und Religion“  ist nun erschienen. Herzlichen Dank an alle Autorinnen und Autoren für die interessanten Beiträge!

Der von Maria Heidegger, Marina Hilber, Elisabeth Lobenwein, Oliver Seifert und Alexander Zanesco für den Verein für Sozialgeschichte der Medizin in Österreich herausgegebene 15. Band der Zeitschrift „Virus. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin“ thematisiert in seinem Schwerpunktteil anhand von acht Beiträgen die komplexe Beziehungsgeschichte zwischen den zwei Handlungs- und Deutungsfeldern Religion und Medizin bzw. Seelsorge und Heilkunde. Das HerausgeberInnenteam an den Universitäten Innsbruck und Salzburg, am Stadtarchiv Hall in Tirol und am Historischen Archiv des Landeskrankenhauses Hall in Tirol sowie die in diesem Band vertretenen AutorInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz gehören verschiedenen geschichts- und kulturwissenschaftlichen Wissenschaftsdisziplinen an. Die Beiträge setzen neue Forschungsakzente innerhalb eines breiten disziplinären und zeitlichen Spektrums vom frühen Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt in der sogenannten Sattelzeit um 1800, gehen von unterschiedlichen Quellen aus und bieten Anschlusspunkte für aktuelle Diskussionen der kultur- und sozialhistorisch orientierten Medizin- und Wissenschaftsgeschichte, die beide Felder, Religion und Medizin, als auszudeutende Kultursysteme und soziale Phänomene begreift.

Das Inhaltsverzeichnis können Sie hier einsehen: Virus_Nr.15

Haben Sie Interesse an dieser Publikation? Schreiben Sie uns eine Mail an verein@sozialgeschichte-medizin.org oder bestellen Sie das Buch direkt beim Leipziger Universitätsverlag!

 


 

15. November 2016

Call for Papers, Jahrestagung 2017

„Medikalisierte Kindheiten – Die neue Sorge um das Kind vom ausgehenden 19. bis ins späte 20. Jahrhundert“

Den deutschsprachigen CfP hier downloaden: cfp-medikalisierte-kindheiten-tagung-2017-in-innsbruck

Internationale Konferenz
vom 29. Juni bis zum 1. Juli 2017 an der Universität Innsbruck

Veranstalter und Kooperationspartner: Verein für Sozialgeschichte der Medizin / Wien
Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck, Forschungsplattform Geschlechterforschung: Transformationen – Identitäten – Diskurse der Universität Innsbruck

Ort: Institut für Erziehungswissenschaft, Liebeneggstraße 8, 6020 Innsbruck

Deadline: 15. Jänner 2017

Die jüngere Forschung im Umfeld der Auseinandersetzungen über den gewaltförmigen Umgang mit Kindern und Jugendlichen in Fürsorgeerziehungseinrichtungen der Nachkriegsjahre stellt die Sorge um das „erziehungsschwierige“ Kind als ein transdisziplinäres Projekt der Moderne heraus, in welchem differente Wissensordnungen wie die Psychiatrie und die Pädiatrie, die Pädagogik und die Psychologie, die Kriminologie und Jurisdiktion sowie die Sexual- und Bevölkerungswissenschaften das diskursiv auszuhandeln begannen, was am Kind als gesund oder krank, normal oder abweichend anzusehen sei. Vor einem medikalen Hintergrund und in wechselnder Leaderschaft prägten diese Wissenschaftszweige die Debatten über Kinderschutz und Kindergesundheit und fanden in Schulen, Heimen, Kliniken, Kinderbeobachtungsstellen oder Einrichtungen der Säuglings- und Kinderfürsorge ihre räumliche Gestalt und institutionalisierte Wirkung. Ihr regulatorisches Interesse richtete sich auf den Körper, den Geist und die Ausdrucksformen von Kindern (und Jugendlichen) in Entwicklungs- und/oder Erziehungsschwierigkeiten. Als besonders einflussreich haben sich dabei die medizinischen Fächer Pädiatrie und Psychiatrie sowie hybride Teilfächer wie die Heil- oder Sonderpädagogik erwiesen.

Dieser diskursive Prozess vollzog sich vor dem Hintergrund einer seit der Aufklärung zu beobachtenden Politisierung und Ökonomisierung des privaten Feldes Gesundheit, in deren Folge die physische und mentale Gesundheit von Kindern zur Ressource – zum organischen Kapital des Staates (M. A. Wolf) – wurde. Medizinische Vorsorge- und Kontrollprogramme im Bereich der Kindergesundheit begannen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dann allmählich jene zu identifizieren und auszugrenzen, die als gefährdet und gefährlich erachtet wurden und derart einer bevölkerungspolitischen Regulierung, einer medizinischen oder psychiatrischen Intervention, respektive einer erzieherischen Sonderbehandlung oder Sonderbeschulung bedürftig erschienen.

Wie die eingangs angesprochenen Forschungen verdeutlichen, sind die Gewalterfahrungen von Kindern in Heimen und Fürsorgeeinrichtungen nicht allein den diesen Institutionen inhärenten Machtstrukturen geschuldet, sondern gleichermaßen in den Kontext einer diskursiv erzeugten, medikalen und pädagogischen Sorge um das Kind (und die Gesellschaft) zu stellen. Die verschiedenen Diskurskonstellationen und Interventionsfelder der auf die Kindergesundheit gerichteten Politiken sollen deshalb im Mittelpunkt der Tagung stehen: es geht um Institutionen, Konzepte, Programme und Wirkungsbereiche, Orte und Akteur_innen. Das Hauptaugenmerk gilt der Rolle der Medizin und deren Disziplinen, ihren Anwendungsgebieten und Praktiken im Prozess der Medikalisierung der Kindheit. Der zeitliche Fokus liegt auf dem späten 19. und auf dem 20. Jahrhundert.

Die Tagungsorganisation ist an vielfältigen thematischen Aspekten und methodischen Herangehensweisen an das Thema Kindergesundheit interessiert. Beiträge, die intersektionelle und empirische bzw. empirisch-vergleichende Zugänge wählen, sind besonders erwünscht. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Bitte senden Sie Ihre Beitragsvorschläge in Form eines Abstracts im Umfang von einer Textseite bis 15. Jänner 2017 per Email an:

Ao. Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Dietrich-Daum
Email: Elisabeth.Dietrich@uibk.ac.at
und in cc an
Univ.-Prof. Dr. Michaela Ralser
Email: Michaela.Ralser@uibk.ac.at

Einreichungsvorgang: Deadline für die Einreichung des Papers (Abstract) ist der 15. Jänner 2017. Die Antwort, ob Ihr Paper angenommen wurde, erreicht Sie spätestens mit 15. März 2017. Das Tagungsprogramm steht Ihnen mit April 2017 zur Verfügung.

Publikation: Ausgewählte Beiträge werden in Form eines Themenbandes der Zeitschrift Virus. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin (peer reviewed) 2018 veröffentlicht.

Tagungsgebühr: Die Tagungsgebühr beträgt 70 Euro und deckt anfallende organisatorische Kosten sowie Kosten für Bewirtung an einzelnen Konferenztagen ab.
Selbstverständlich sind auch Kolleg/innen, die keinen eigenen Vortrag halten möchten, zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Für den Verein für Sozialgeschichte der Medizin
Elisabeth Lobenwein, Präsidentin
Für die Tagungsleitung und -organisation
Michaela Ralser und Elisabeth Dietrich-Daum

 


 6. Juni 2016

Jahrestagung 2016 in Bad Radkersburg

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Tagung_Zehnerhaus_VorträgeOberradkersburg_Gruppe_innenVortrag und Besichtigung des ehemaligen Spitals in Gornja Radgona (Slowenien, Oberradkersburg)

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 24. Mai 2016

Ö1 – Sendung zum Thema

„Orte des Alters und der Pflege. Formen und historischer Wandel der Betreuung von betagten Menschen“

Am 31. Mai 2016 um 19.05 Uhr widmet sich die Sendung „Dimensionen – die Welt der Wissenschaften“ im Radiosender Ö1 dem Thema „Orte des Alters und der Pflege. Formen und historischer Wandel der Betreuung von betagten Menschen“. Die Journalistin Mag. Sabrina Adlbrecht hat an unserer Jahrestagung vom 19.-21. Mai 2016 in Bad Radkersburg teilgenommen und wird in der Sendung einige Referentinnen und Referenten der Tagung zu Wort kommen lassen. Alle Interessierten können die Sendung  live anhören oder diese 7 Tage nach Ausstrahlung in der Mediathek von Ö1 nachhören.


30. April 2016

VIRUS Band Nr. 14 ist erschienen!

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Der VIRUS Band Nr. 14 (2016) zum Schwerpunktthema „Gesellschaft und Psychiatrie in Österreich 1945 bis ca. 1970″  ist nun erschienen. Herzlichen Dank an alle Autorinnen und Autoren für die interessanten Beiträge!

Der vorliegende, auf den Ergebnissen einer einschlägigen Konferenz basierende Band 14 der Zeitschrift Virus widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema „Gesellschaft und Psychiatrie in Österreich 1945 bis ca. 1970“. In insgesamt 15 Beiträgen erörtern in- und ausländische AutorInnen aus unterschiedlichen Disziplinen zentrale Aspekte dieses bislang historisch-wissenschaftlich noch wenig bearbeiteten Abschnitts der österreichischen Psychiatriegeschichte.

Die vorgestellten Forschungsergebnisse zu Institutionen, ‚Schulen‘ und Berufsvereinigungen, zu spezifischen Diskursen und Praktiken sowie zu den Berufsbiographien prominenter Akteure machen deutlich, dass das ‚soziale Subfeld‘ Psychiatrie in der Nachkriegszeit in erheblichem Ausmaß von den ideologischen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Zwischenkriegs- sowie der NS-Zeit geprägt blieb – durch personelle und strukturelle Kontinuitäten ebenso wie durch die in jenen Jahren verursachten Zerstörungen, die als Mangel an fachlich und ethisch kompetentem Personal, an sozialen und materiellen Ressourcen noch über die hier fokussierte Periode hinaus nachwirken. Zugleich zeigt eine eingehendere Auseinandersetzung mit der Thematik aber auch die sehr bald nach Kriegsende in Gang gesetzten Bestrebungen unterschiedlicher Akteure, diesen Zuständen möglichst entgegenzuwirken. Bis zum Beginn größerer Psychiatriereformen in den 1970er Jahren war dieser Weg aber offenkundig ein steiniger.

Das Inhaltsverzeichnis können Sie hier einsehen: VIRUS_14_Inhaltsverzeichnis

Haben Sie Interesse an dieser Publikation? Schreiben Sie uns eine Mail an verein@sozialgeschichte-medizin.org oder bestellen Sie das Buch direkt beim Leipziger Universitätsverlag!


11. März 2016

Orte des Alters und der Pflege – Hospitäler, Heime und Krankenhäuser“

Jahrestagung 2016 des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin – Geschichte(n) von Gesundheit und Krankheit

in Kooperation mit dem Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg, dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung und der Stadtgemeinde Bad Radkersburg

Flyer der Tagung hier zum download!

2016_Flyer_Jahrestagung

2016_Einladung Podiumsdiskussion

Ort: Bad Radkersburg (Steiermark, Österreich), Zehnerhaus

Zeit: 19.–21. Mai 2016

Tagungsleitung und Organisation: Elisabeth Lobenwein, Sarah Pichlkastner, Martin Scheutz, Beatrix Vreča, Carlos Watzka, Alfred Stefan Weiß

Tagungsgebühr: 75 €

Wenn Sie an der Tagung teilnehmen möchten, dann setzten Sie sich bitte mit Ass. Prof. Dr. Alfred Stefan Weiß (alfred.weiss@sbg.ac.at) in Verbindung.

Wie es der Titel der Konferenz in Bad Radkersburg (Südsteiermark) andeutet, hat die Tagungsleitung das Themenfeld sehr offen gestaltet, um den aktuell betriebenen intensiven Forschungen in den Bereichen Hospital- und Krankenhaus- sowie Pflegegeschichte gerecht zu werden. Besonders interessant scheint dabei der aktuelle Blick zu sein, die Wandlungen nach und um die Jahrtausendwende zu berücksichtigen. Waren bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts Hospitäler und Krankenhäuser mit ihren strengen Hausordnungen vor allem auch Orte der Verwahrung – gegenwärtig geht der Trend in die entgegengesetzte Richtung –, so stellt sich die Frage, ab wann und in welcher Weise Änderungen eingetreten und wie diese theoretisch zu verorten sind. Pflege zumeist alter Menschen war – zumindest in den Hospitälern – im (Spät-)Mittelalter und in der Frühen Neuzeit zunächst kein zentraler Aspekt des Alltags, die Insassen und Insassinnen starben in der Regel getröstet durch religiösen Zuspruch, medizinische Hilfe blieb vielfach aus. Geht man hier lediglich von einem Topos aus? Wann und wodurch setzte hier ein Umdenken ein? Wie finanzierte man im Hospital medizinische Fürsorge und Betreuung? Von Interesse ist ferner der Wandlungsprozess vom idealtypischen Hospital zur modernen Seniorenresidenz, welche die Aspekte Altern und Pflege zumindest in der Theorie würdevoll zu verbinden weiß.

Die Schwestern und Brüder der frühneuzeitlichen Krankenhäuser (z. B. Elisabethinnen, Barmherzige Brüder) fokussierten ihre Arbeit auf andere Bereiche, sie gingen davon aus, dass der Mensch nach längerer Pflege ihr Haus im Gegensatz zum Hospital wieder gesünder oder sogar gesundet verlassen konnte. Der Weg zum modernen Krankenhaus, zur Klinik um 1800 war damit vorgezeichnet, in der die (Mit-)Arbeit des Patienten/der Patientin keine Rolle mehr spielen sollte. In den katholisch orientierten Krankenanstalten dominierte hingegen auch im 19. Jahrhundert weiterhin das Gebet als Gegenleistung. (Pflege-)Heime als Einrichtungen des späten 19. und, vor allem des 20. Jahrhunderts haben in den letzten Jahren aufgrund diverser Skandale viel an ihrem Ruf eingebüßt. Hier bleibt zu fragen, inwieweit sie alte Menschen adäquat versorgen konnten.

Im Rahmen der Tagung sollen das Landeskrankenhaus Bad Radkersburg und das ehemalige Hospital in Oberradkersburg (Gornja Radgona, heute Slowenien) besichtigt werden.

Selbstverständlich sind auch alle historisch Interessierten, die keinen eigenen Vortrag halten möchten, herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Donnerstag, 19. Mai 2016
9.00–9.30
Begrüßung und Eröffnung der Tagung
Bürgermeister der Stadt Bad Radkersburg Heinrich Schmidlechner
Elisabeth Lobenwein (Präsidentin des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin)
Alfred Stefan Weiß (Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg)

9.30–11.00
Sektion 1: Institutionen und Versorgungsleistungen im Mittelalter
Vorsitz: Beatrix Vreča
 
Gustav Schäfer (Wien), Infirmerie und medizinisch-pflegerische Behandlung im mittelalterlichen Kloster

Jana Madlen Schütte (Stuttgart), Repräsentation am Krankenbett? Der spätmittelalterliche Patient, seine Heiler und ihr Wissen

Fritz Dross (Erlangen), Leprosorien in Nürnberg als Versorgungsstätten

11.00–11.30 Kaffeepause

11.30–13.00
Sektion 2: Institutionelle Versorgungsleistung in der Frühen Neuzeit
Vorsitz: Elisabeth Lobenwein

Martin Scheutz (Wien), Das Bodenpersonal der Versorgung von Insassen in österreichischen Spitälern der Frühen Neuzeit

Sarah Pichlkastner (Wien), Vom Physikus über den Medizin-Ausspeiser bis zur Krankenwarterin. Medizinische und pflegerische Versorgung im Wiener Bürgerspital und seinen Filialen in der Frühen Neuzeit

Edwin Hamberger (Mühldorf am Inn), Alltag und Pflege im Heiliggeistspital Mühldorf von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart

13.00–14.00 Mittagspause im Zehnerhaus

14.00–15.30
Sektion 3: Versorgungsleistungen von Verwahr- und Krankenhauseinrichtungen der Sattelzeit
Vorsitz: Gerhard Ammerer
 
Elke Schlenkrich (Frankfurt a. d. Oder), Erste Schritte bei der Umsetzung spezialisierter medizinisch-pflegerischer Versorgungskonzepte in geschlossenen Einrichtungen der Leipziger Armenfürsorge (17.–19. Jahrhundert)

Alexandra Kathrin Stanislaw-Kemenah (Dresden), „Wenn nur wenigstens die Einrichtung im Lazareth so wäre wie im Armenhaus …“. Dresdner Fürsorgeeinrichtungen des 18. und 19. Jahrhunderts im Spannungsfeld von Versorgung und Ökonomisierung

Bettina Blessing (Regensburg), Monastische Barmherzigkeit? Die Münchner Spitäler der Barmherzigen Brüder und der Elisabethinerinnen in der Sattelzeit (1750–1809)

15.30–16.00 Kaffeepause

16.00–17.30
Sektion 3: Versorgungsleistungen von Verwahr- und Krankenhauseinrichtungen der Sattelzeit
Vorsitz: Sarah Pichlkastner

Carlos Watzka (Graz), Krankenpflege als soziale Praxis in den Hospitälern der Barmherzigen Brüder in Österreich im 17. und 18. Jahrhundert – was wir darüber wissen, und was nicht

Elke Hammer-Luza (Graz), Medizinische Versorgung und Krankenpflege in Grazer Straf- und Zwangsanstalten (1750–1850)

Nathalie Patricia Soursos (Wien), Die Bettenstiftungen der Wiener Griechen im 18. und 19. Jahrhundert

19.00
Podiumsdiskussion „Krankenhäuser in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wie lange ist ein optimales Gesundheitssystem für jede/n Steirer/in noch zugünglich?“
Leitung:
Ass.-Prof. Dr. Ewald Hiebl (freier Mitarbeiter des ORF, Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg, Salzburg)
 
Teilnehmer:
HR Dipl-Ing. Harald Gaugg (Geschäftsführer des Gesundheitsfonds Steiermark, Graz)
Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg (Steiermärkische Krankenanstalten, Graz)
ÄDir. Prim. Dr. Bernhard Zirm (Mediziner, Bad Radkersburg)
PD Dr. Fritz Dross (Medizinhistoriker, Erlangen)
PD Dr. Carlos Watzka (Soziologe, Graz)
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Freitag, 20. Mai 2016

9.00–10.30
Sektion 4: Das Alter als Herausforderung der Versorgungsleistung
Vorsitz: Alfred Stefan Weiß

Natalie Lorenz (Innsbruck), Das Spital als Altersrefugium. Alltag und Konflikte alternder Spitalsbewohner/innen im Innsbrucker Stadtspital in der Frühen Neuzeit

Christina Vanja (Kassel), Die Aufnahme alter Menschen in die hessischen Hohen Hospitäler der Frühen Neuzeit

Irmtraut Sahmland (Marburg), Der medizinische Blick auf das Alter und der Lebensabend im Hospital

10.30–11.00 Kaffeepause

11.00–12.00
Sektion 5: Medizinische und pflegerische Versorgung in der Moderne
Vorsitz: Martin Scheutz

Isabel Atzl (Berlin), „Der Arzt überlässt die Ausführungen solcher Einspritzungen zuweilen einem Pfleger, zu dem er besonderes Vertrauen hat.“ Die Übergabe medizinischer Tätigkeiten in pflegerische Hände in Krankenanstalten um 1900

Eberhard Gabriel (Wien), Die typologische Entwicklung psychiatrischer Einrichtungen im Erzherzogtum unter der Enns (Niederösterreich) im 19. Jahrhundert

12.00–14.00 Mittagspause

14.00–15.30
Besichtigung des ehemaligen Spitals in Gornja Radgona (Slowenien, Oberradkersburg) inkl. Vortrag
Alfred Stefan Weiß (Salzburg), Das Spital vor Ort. Die Institution in Radkersburg als Ort des Alterns?

15.30–17.00
Rahmenprogramm in Gornja Radgona (Slowenien, Oberradkersburg)

18.00
Jahreshauptversammlung des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin
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Samstag, 21. Mai 2016

8.15–9.45
Sektion 6: Formen der Altersversorgung im 20./21. Jahrhundert
Vorsitz: Carlos Watzka

Felicitas Söhner (Ulm), Psychiatrische Versorgung älterer Patienten nach der „Aktion T4“ in Bayerisch-Schwaben

Anders Møller (Kopenhagen), Transforming the Old Age Home

Daniela Wagner (Graz), Alten- und Pflegeheime zwischen Ansprüchen medizinischer Pflege und Lebensweltorientierung

9.45–10.15 Kaffeepause

10.15–12.45
Sektion 6: Formen der Altersversorgung im 20./21. Jahrhundert
Vorsitz: Fritz Dross

Maria Keil (Berlin), Die Entfesselung der Alten. Bettgitter in den Sicherheitsdispositiven der Pflege

Carolin Kollewe (Heidelberg), Alter(n) im eigenen Heim: Assistive Technologien und ihre Rolle in der gegenwärtigen Unterstützung und Pflege alter Menschen

Judith Bauer (Vallendar), Gut Alt werden in Ordensgemeinschaften – Beratung und Unterstützung der Provinz der Pallottiner zu Fragen des Alterns und der Pflege

Wolfgang Wilhelm (Wien), Biografiearbeit ohne Tabus. Sexuelle Orientierungen im Alter

Ulla Kriebernegg (Graz), Putting Age in Its Place: Representations of Institutional Eldercare in Contemporary North American Film and Fiction

12.45–13.15
Sarah Pichlkastner (Wien), Institutionalisierte Räume der Pflege. Von „Verwahrung“ bis hin zu „Lebensweltorientierung“ – Schlussdiskussion

 


14. September 2015

Call for Papers, Jahrestagung 2016

„Hospitäler, Heime und Krankenhäuser als Orte des Alterns und der medizinischen Pflege (vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart)“

Den deutsch- und englischsprachigen CfP hier downloaden: CfPTagungBadRadkersburg2016

Veranstalter: Verein für Sozialgeschichte der Medizin in Kooperation mit dem Fachbereich für Geschichte der Universität Salzburg, dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung, dem Institut für Soziologie der Universität Graz und der Stadt Bad Radkersburg

Datum, Ort: 19.–21. Mai 2016, Bad Radkersburg, Zehnerhaus

Deadline: 23. November 2015

Wie es der Titel der Konferenz in Bad Radkersburg (Südsteiermark) andeutet, versucht die Tagungsleitung das Themenfeld sehr offen zu gestalten, um den aktuell betriebenen intensiven Forschungen in den Bereichen Hospital- und Krankenhaus- sowie Pflegegeschichte gerecht zu werden. Besonders interessant scheint dabei der aktuelle Blick zu sein, die Wandlungen nach und um die Jahrtausendwende zu berücksichtigen. Waren bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts Hospitäler und Krankenhäuser mit ihren strengen Hausordnungen vor allem auch Orte der Verwahrung – gegenwärtig geht der Trend in die entgegengesetzte Richtung –, so stellt sich die Frage, ab wann und in welcher Weise Änderungen eingetreten und wie diese theoretisch zu verorten sind. Pflege zumeist alter Menschen war – zumindest in den Hospitälern – im (Spät-)Mittelalter und in der Frühen Neuzeit zunächst kein zentraler Aspekt des Alltags, die Insassen/innen starben in der Regel getröstet durch religiösen Zuspruch, medizinische Hilfe blieb vielfach aus. Geht man hier lediglich von einem Topos aus? Wann und wodurch setzte hier ein Umdenken ein? Wie finanzierte man im Hospital medizinische Fürsorge und Betreuung? Von Interesse ist ferner der Wandlungsprozess vom idealtypischen Hospital zur modernen Seniorenresidenz, welche die Aspekte Altern und Pflege zumindest in der Theorie würdevoll zu verbinden weiß.

Die Schwestern und Brüder der frühneuzeitlichen Krankenhäuser (z. B. Elisabethinnen, Barmherzige Brüder) fokussierten ihre Arbeit auf andere Bereiche, sie gingen davon aus, dass der Mensch nach längerer Pflege ihr Haus im Gegensatz zum Hospital wieder gesünder oder sogar gesundet verlassen konnte. Der Weg zum modernen Krankenhaus, zur Klinik um 1800 war damit vorgezeichnet, in der die (Mit-)Arbeit des/der Patient/in keine Rolle mehr spielen sollte. In den katholisch orientierten Krankenanstalten dominierte hingegen auch im 19. Jahrhundert weiterhin das Gebet als Gegenleistung. (Pflege-)Heime als Einrichtungen des späten 19. und, vor allem des 20. Jahrhunderts haben in den letzten Jahren aufgrund diverser Skandale viel an ihrem Ruf eingebüßt. Hier bleibt zu fragen, inwieweit sie alte Menschen adäquat versorgen konnten.

Im Rahmen der Tagung sollen das Landeskrankenhaus Bad Radkersburg und das ehemalige Hospital in Oberradkersburg (Gornja Radgona, heute Slowenien) besichtigt werden.

Ausgewählte Tagungsbeiträge werden nach einem Peer-Review-Verfahren in der Zeitschrift Virus: Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin veröffentlicht.

Bitte senden Sie Vorschläge für Einzelvorträge mit Abstracts von maximal einer Textseite bis zum 23. November 2015 per Email an Ass.-Prof. Mag. Dr. Alfred Stefan Weiß: alfred.weiss@sbg.ac.at

Die Auswahl der Vorschläge für die Tagungsbeiträge wird von der Tagungsleitung gemeinsam mit dem Vereinsvorstand und den Kooperationspartnern diskutiert, eine Zu- oder Absage erfolgt bis spätestens Mitte Dezember 2015, die Aussendung des vorläufigen Tagungsprogramms bis Mitte Januar 2016. Selbstverständlich sind auch alle historisch Interessierten, die keinen eigenen Vortrag halten, bereits jetzt herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Die Tagungsgebühr beträgt 75 Euro und deckt anfallende Kosten für Führungen, Getränke, Imbisse und Kaffeepausen ab.

Für den Verein für Sozialgeschichte der Medizin: Elisabeth Lobenwein, Elisabeth Dietrich-Daum, Carlos Watzka

Für die Tagungsleitung und Organisation: Alfred Stefan Weiß, Sarah Pichlkastner, Martin Scheutz, Beatrix Vreča, Carlos Watzka

Kontakt:
Ass.-Prof. Mag. Dr. Alfred Stefan Weiß
Fachbereich Geschichte
Universität Salzburg
Rudolfskai 42
A 5020 Salzburg
alfred.weiss@sbg.ac.at


24. August 2015

VIRUS Band Nr. 13 ist erschienen!

00_Umschlag_DruckDer VIRUS Band Nr. 13 (Jahrgang 2014) zum Schwerpunktthema „Alternative und komplementäre Heilmethoden in der Neuzeit“ ist nun erschienen. Herzlichen Dank an alle Autorinnen und Autoren für Ihre interessanten Beiträge!

Das Inhaltsverzeichnis können Sie hier einsehen: Virus_13_Inhaltsverzeichnis

Haben Sie Interesse an dieser Publikation? Schreiben Sie uns eine Mail an verein@sozialgeschichte-medizin.org oder bestellen Sie das Buch direkt beim Leipziger Universitätsverlag!


 20. Juli 2015

Tagungsbericht zur Jahrestagung 2015 „Medizin und Religion, Heilkunde und Seelsorge“

Am 17. Juli 2015 ist auf der Internetplattform H-Soz-u-Kult der Tagungsbericht der Jahrestagung 2015 erschienen. Hier als PDF downloaden: 2015_Tagungsbericht!


 14. Juli 2015

Jahrestagung 2015 in Hall in Tirol

IMG_7412Das Organisationsteam der Tagung: v. l. Dr. Marina Hilber, Mag. Oliver Seifert, Dr. Maria Heidegger, Dr. Alexander Zanesco

_MG_7361Tagungsort: Burg Hasegg in Hall in Tirol

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 15. Juni 2015

Ö1 – Sendung zum Thema

Religion und Medizin. Schlaglichter auf eine vergessene gemeinsame Geschichte

Am 22. Juni 2015 um 19.05 Uhr widmet sich die Sendung „Dimensionen – die Welt der Wissenschaften“ im Radiosender Ö1 dem Thema „Religion und Medizin. Schlaglichter auf eine vergessene gemeinsame Geschichte“. Die Journalistin Mag. Sabrina Adlbrecht hat an unserer Jahrestagung vom 11.-13. Juni 2015 in Hall in Tirol teilgenommen und wird in der Sendung einige Referentinnen und Referenten der Tagung zu Wort kommen lassen. Alle Interessierten können die Sendung natürlich live anhören oder diese 7 Tage nach Ausstrahlung in der Mediathek von Ö1 nachhören.


 25. Mai 2015

„Medizin und Religion, Heilkunde und Seelsorge“

Jahrestagung 2015 des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin – Geschichte(n) von Gesundheit und Krankheit

in Kooperation mit dem Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck, dem Stadtarchiv Hall in Tirol, der Stadtarchäologie Hall in Tirol und dem Landeskrankenhaus Hall in Tirol

Flyer der Tagung hier zum download!

2015_Flyer_Jahrestagung

Zeit und Ort der Tagung: 11.-13.06.2015, Hall in Tirol

Veranstaltungsort: Burg Hasegg in Hall in Tirol

Tagungsleitung und Organisation: Maria Heidegger, Marina Hilber, Oliver Seifert, Alexander Zanesco

In den letzten Jahren lässt sich ein wachsendes Interesse seitens der kultur- und sozial­historisch orientierten Medizinhistoriographie an Religion, an medikalen und pastoralen Handlungsfeldern und religiösen Krankheitsdeutungen feststellen und zwar jenseits von positivistischen Ex-Post -Grenzziehungen zwischen (Natur-)Wissenschaft und Religion. Diesem dynamischen Forschungsfeld widmet sich auch die Jahrestagung des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin 2015 in Hall in Tirol. Der Tagungsort, Hall in Tirol, bietet sich für eine historische Auseinandersetzung mit diesem breit anschlussfähigen Themengebiet geradezu an: Hier wurde 1830 in den Mauern eines säkularisierten Klarissenklosters die Provinzialirrenanstalt des Kronlandes Tirol gegründet, Jahrhunderte zuvor war Hall Wirkungsort des Arztes und zugleich außerordentlich eifrigen religiösen Predigers Hippolyt Guarinoni (1571–1654).

Die Vortragenden beleuchten historische Verhältnisse zwischen Medizin und Religion bzw. der pastoralen Sorge aus unterschiedlichen disziplinären Zugängen. Ein zeitlicher Schwerpunkt der Tagung ist jedoch die frühe Moderne bzw. die sogenannte Sattelzeit 1750 bis 1850, wobei einige Vorträge den Blick über die „Epochenränder“ hinaus in das Mittelalter, die Vormoderne und in die jüngste Vergangenheit eröffnen bzw. materielle Aspekte des Beziehungsfelds thematisieren.

Selbstverständlich sind auch alle historisch Interessierten, die keinen eigenen Vortrag halten möchten, herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Die Tagungsgebühr beträgt 50 Euro, die Tagesgebühr 20 Euro und deckt anfallende Kosten für Getränke und Kaffeepausen ab.

Wenn Sie an der Tagung teilnehmen möchten, dann setzten Sie sich bitte mit Mag. Dr. Maria Heidegger (maria.heidegger@uibk.ac.at) in Verbindung.

Donnerstag, 11.06.2015

Tagungseröffnung: 9.00 Uhr

Grußworte: Klaus Eisterer [wird angefragt], Christian Haring, Elisabeth Lobenwein

Maria Heidegger (Innsbruck): Medizin und Religion – Einführung in das Tagungsthema

Panel 1: Moderation: Christian Haring

09.30 – 10.15
Michaela Neulinger (Innsbruck): „Der heilende Herrscher. Al-Fārābis Fuṣūl Muntaza‛a im Spannungsfeld von Philosophie, Medizin und Theologie

10.15 – 11.00
Christina Antenhofer (Innsbruck): Das Verhältnis von Medizin und Religion in mittelalterlichen Quellen [Arbeitstitel]

Kaffeepause

11.30 – 12.15
Alois Unterkircher (Zürich): Die materielle Seite religiöser Heilverfahren: Zur Sammlungsgeschichte des Bestandes „Religiöse   Volksmedizin“ in der Medizinhistorischen Objektsammlung der Universität Zürich

12.15 – 13.00
Alexander Zanesco (Hall in Tirol): Religiöses Ritual, apotropäische Handlung oder doch nur Schmuck? Vom archäologischen Befund zur ethnohistorischen Aussage

Mittagsbuffet

Panel 2: Moderation: Gunda Barth-Scalmani     

14.00 – 14.45
Andreas Golob (Graz): „Man sage also ja nicht, daß die Arzneykunde eine für den Religionslehrer ganz unbrauchbare und unanständige Wissenschaft sey.“ Josephinische Pastorale und ihre Perspektive auf Psyche und Physis

14.45 – 15.30
Katarzyna Pekacka-Falkowska (Posen): Pastoral Medicine and Polish Catechisms for Health, 1730–1850. Forgotten Traditions of Care of the Soul and Self-Help Medicine

15.30 – 16.15
Stephanie Gripentrog (Basel): Objekte und Subjekte der Heilung: zur Geschichte der Rolle psychisch Kranker an der Grenze zwischen Psychologie und Religion im 19. und frühen 20. Jahrhundert

17.00
Medizinhistorische Stadtführung

19.30
Öffentliche Abendveranstaltung

Ein Abend gewidmet Sebastian Ruf, Irrenhauskaplan in Hall (1802-1876)

Moderation: WOLFGANG MEIXNER. Einführungsvortrag von Maria Heidegger, Kurzvorträge von URSULA SCHNEIDER, ALFONS LANSER, MATTHIAS BREIT; Lesung aus Texten Rufs: FLORIAN HACKSPIEL

Freitag, 12.06.2015

09.00 – 11.00
Begrüßung Wolfgang Markl (Kaufmännischer Direktor, LKH Hall in Tirol) und Führung durch das Gelände des psychiatrischen Krankenhauses mit historischem Archiv und Kapelle: Oliver Seifert

Kuchenbuffet

Panel 3: Moderation: Alfred Stefan Weiß

11.30 – 12.15
Irmtraud Sahmland (Marburg): „die Kranckheit zum Leibes= und Seelen=Besten überstehen“. Das Krankheits- und Therapiekonzept des pietistischen Arztes Johann Samuel Carl (1677-1757)

12.15 – 13.00
Saskia Gehrmann (Halle): Die praxis pietatis im medizinischen Alltag der Franckeschen Stiftungen in Halle, 1750-1850

Mittagspause

Panel 4: Moderation: Elisabeth Lobenwein

14.30 – 15.15
Iveta Leitane (Riga): R. J. Wunderbar und die biblisch-talmudische Medizin oder die Behauptung des traditionellen Wissens im Feld der Aufklärung

15.15 – 16.00
Eberhard Wolff (Basel): Jüdische Ärzte der „Sattelzeit“ in Deutschland zwischen Medizin und Religion

16.00 – 16.45
Philipp Karschuk (Fribourg): Anthroposophische Palliativmedizin 1920-2012

 17.30 Generalversammlung des Vereins Sozialgeschichte der Medizin (Mitglieder)

Samstag, 13.06.2015

Panel 5: Moderation: Elisabeth Dietrich-Daum

09.00 – 9.45
Iris Ritzmann (Zürich): „Medizinische Kreuzzüge?“ Religiöse und medizinische Einflussnahme auf die Sexualität von Kindern und Jugendlichen im ausgehenden 18. Jahrhundert (Arbeitstitel)

09.45 – 10.15
Marina Hilber (Innsbruck): Geistliche Fürsorge für Mutter und Kind. Das Hebammenwesen im Spannungsfeld zwischen Medizin und Religion (1750-1850)

Kaffeepause

10.45 – 11.30
Gerhard Ammerer/Anna Forster (Salzburg): Die Menstruation in Medizin und Religion im 18. und 19. Jahrhundert

11.30 – 12.15
Anthony Mahler (Tübingen): Diaetetica Sacra: The Pious Dietetics, the Early Modern Culture of Purity and Its Afterlife into the Nineteenth Century

Kurze Pause

12.30 – 13.00
Elisabeth Lobenwein/Alfred Stefan Weiß (Salzburg): MEDIZIN in der Religion / RELIGION in der Medizin. Eine kritische Bilanz

 Tagungsschluss: 13.00

 

Call for Papers

Forschungstagung: Medizin und Religion 1750–1850. Jahrestagung 2015 des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin – Geschichte(n) von Gesundheit und Krankheit
Veranstalter: Verein für Sozialgeschichte der Medizin in Kooperation mit dem Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck, der
Stadtarchäologie Hall in Tirol und dem Landeskrankenhaus Hall in Tirol

Datum/Ort: 11.06.2015–13.06.2015, Burg Hasegg in Hall in Tirol

Deadline: 21.11.2014
[english version below]

In den letzten Jahren lässt sich ein wachsendes Interesse seitens der kultur- und sozialhistorisch orientierten Medizinhistoriographie an Religion, an medikalen und pastoralen Handlungsfeldern und religiösen Krankheitsdeutungen feststellen. Diesem dynamischen Forschungsfeld widmet sich auch die Jahrestagung des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin 2015 in Hall in Tirol. Der Tagungsort, Hall in Tirol, bietet sich für eine historische Auseinandersetzung mit diesem breit anschlussfähigen Themengebiet geradezu an: Hier wurde 1830 in den Mauern eines säkularisierten Klarissenklosters die Provinzialirrenanstalt des Kronlandes Tirol gegründet, Jahrhunderte zuvor war Hall Wirkungsort des Arztes und zugleich außerordentlich eifrigen religiösen Predigers Hippolyt Guarinoni (1571–1654).

Der Vorstand des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin, die Kooperationspartner vor Ort und die Tagungsleitung am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck laden ein, Vorschläge für Tagungsbeiträge einzureichen, die aus unterschiedlichen disziplinären Zugängen die historischen Verhältnisse zwischen Medizin und der frühen Seelenheilkunde einerseits und Religion bzw. der pastoralen Sorge andererseits in den Mittelpunkt stellen. Zeitlicher Schwerpunkt der Tagung ist die frühe Moderne bzw. die sogenannte Sattelzeit 1750 bis 1850, jedoch durchaus mit Blick über die „Epochenränder“ hinaus in die Vormoderne oder in die jüngere Vergangenheit. Willkommen sind interdisziplinär anschlussfähige Analysen aus dem Blickwinkel der Medizingeschichte, Kulturwissenschaften, Archäologie und Theologie, insbesondere auch Beiträge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern. Grundsätzlich sind wir an vielfältige thematische Aspekte interessiert, bevorzugt werden allerdings Vorschläge, die eine reflexive methodische Herangehensweise auf der Basis intensiver Quellenstudien vermuten lassen. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.
Die Tagungsteilnehmer_innen sind eingeladen, Fragen nach historischen Verhältnisbestimmungen zwischen Religion und Medizin bzw. Heilkunde und Seelsorge im Untersuchungszeitraum anhand von unterschiedlichen Quellen und Diskursebenen wie beispielsweise Krankenakten, Fallbeschreibungen, Akten der Medizinalbehörden, kirchlichen Akten der Diözesanarchive etc. zu diskutieren und Fragen nach den Positionierungen der medikalen und pastoralen Akteure, beispielsweise im Hinblick auf Deutungsmuster physischen und psychischen Leidens jenseits von nach wie vor vorherrschenden positivistischen Ex-Post -Grenzziehungen zwischen (Natur-)Wissenschaft und Religion zu stellen.
Willkommen sind daher

  • Beiträge, welche die medizinisch-therapeutische Funktion einer „religiösen Weltansicht“ bzw. die Fortführung älterer Therapie- und Behandlungskonzepte, die zahlreiche religiöse Aspekte aufwiesen, innerhalb moderner medikaler Landschaften und Anstaltsunterbringungen untersuchen
  • Beiträge, die anhand unterschiedlicher Quellen und Diskursebenen die (Mit)wirkung und pastoralen Praktiken der Seelsorger im Rahmen der psychopädagogisch-moralischen Kur oder Laienheilkunde behandeln
  • Beiträge, die das Verhältnis von Religion und Medizin bzw. historische Konzeptionen von heilsamer Krankheit und möglicherweise differente Definitionen von religiös gefärbten Pathologien zu Beginn der Moderne aus einer patient_innenorientierten Perspektive analysieren

Fixpunkte der Tagung sind eine Führung durch das Gelände des Psychiatrischen Krankenhauses mit historischem Archiv und Anstaltskapelle sowie eine medizingeschichtliche Themenführung durch die Stadt Hall.
Ausgewählte Tagungsbeiträge werden nach einem Peer-Review-Verfahren in der Zeitschrift Virus: Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin veröffentlicht.
Bitte senden Sie Vorschläge für Einzelvorträge mit Abstracts von maximal einer Textseite bis zum 21.11.2014 per Email an die Tagungsleitung:
Mag. Dr. Maria Heidegger: maria.heidegger@uibk.ac.at

Die Auswahl der Vorschläge für die Tagungsbeiträge wird von der Tagungsleitung gemeinsam mit dem Vereinsvorstand und den Kooperationspartnern diskutiert, eine Zu- oder Absage erfolgt bis Mitte Dezember 2014, die Aussendung des vorläufigen Tagungsprogramms bis Mitte Januar 2015. Selbstverständlich sind auch alle historisch Interessierten, die keinen eigenen Vortrag halten möchten, herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Die Tagungsgebühr beträgt 50 Euro und deckt anfallende Kosten für Getränke, Imbisse und Kaffeepausen ab.

Für den Verein für Sozialgeschichte der Medizin:
Elisabeth Lobenwein, Elisabeth Dietrich-Daum, Carlos Watzka

Für die Tagungsleitung und Organisation:
Maria Heidegger, Marina Hilber, Oliver Seifert, Alexander Zanesco

Kontakt:
Mag. Dr. Maria Heidegger
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Universität Innsbruck
Innrain 52
A 6020 Innsbruck
maria.heidegger@uibk.ac.at


Call for Papers

Conference: Medicine and Religion 1750-1850. 2015 Annual Conference of the Society for the Social History of Medicine – (Hi-)Stories of Health and Disease

Organisation: Society for the Social History of Medicine in cooperation with the Institute of Historical Sciences and European Ethnology at the University of Innsbruck, the Urban Archaeology Hall in Tirol and the State Hospital Hall in Tirol

Date/Place: 11.06.2015-13.06.2015, Castle Hasegg in Hall in Tirol

Deadline: 21.11.2014

Throughout the last few years the cultural and social historically oriented medical history saw a growing interest in religion, in medical and pastoral spheres of action as well as religious interpretations of disease. The upcoming 2015 annual conference of the Society for the Social History of Medicine in Hall in Tirol is dedicated to this dynamic research area. The town of Hall seems to be the perfect choice when dealing with this highly compatible topic, as the conference venue looks back on a rich history. In 1830, for instance, the provincial mental asylum of the Crown Land Tyrol was established in a secularised convent of Poor Clares. Centuries before Hall had been the workplace of the famous physician and ambitious preacher Hippolyt Guarinoni (1571-1654).
On behalf of the board of the Society for the Social History of Medicine and the local cooperation partners, the conference committee at the Institute of Historical Sciences and European Ethnology, University of Innsbruck invites the submission of proposals. Contributions may come from various disciplines and may on the one hand analyse the historical relation between medicine and early psychiatry, or between religion and pastoral care on the other. We will focus on the so called “saddle period” (Koselleck) from 1750-1850, however, contributions dealing with related aspects beyond the verges of the era, the premodern period or the more recent past are also invited. We welcome interdisciplinary analyses from a medical historical perspective, as well as cultural history, archaeology and theology. Especially junior scientists are invited to submit their papers. Although we are genuinely interested in diverse thematic aspects within the topic, contributions that show a reflexive methodological approach on the basis of an intensive study of sources are, however, preferred. The conference will be held in German and English.
The contributors are invited to discuss questions concerning the historical relation between medicine and religion or pastoral care throughout the era investigated. On the basis of various sources and discourse levels, for instance medical records, case descriptions, records by medical authorities, clerical records from diocesan archives etc. questions as to the positioning of medical and pastoral agents shall be raised. One of these questions could be that of the different patterns of interpretation regarding physiological and psychological suffering beyond the still prevailing positivistic ex-post distinction between (natural) science and religion.
We therefore invite

  • papers dealing with the medical-therapeutic function of “religious views of the world” or the continuation of those established concepts of therapy and treatment that feature many religious aspects, even within the modern medical landscape including its various care concepts
  • papers, which discuss the impact of pastoral practices in the course of a psycho-pedagogical-moral treatment or within lay healing
  • papers dealing with approaches that analyse the relation between religion and medicine or historical concepts of salutary diseases as well as different definitions of religiously biased pathologies or present analyses of these pathologies from the beginning of the modern era from a distinctive patient perspective.

A guided tour through the premises of the psychiatric hospital including the historical archive and chapel as well as a medical-historic tour of the town of Hall will round off the conference programme. Selected papers will be published in the peer-reviewed journal Virus. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin.

Please send your proposals for individual papers (max. 1-page abstracts) by 21.11.2014 to:
Mag. Dr. Maria Heidegger: maria.heidegger@uibk.ac.at
The conference committee will decide upon a selection of contributions for the conference programme in collaboration with the board of the Society for the Social History of Medicine and the cooperation partners. Positive/negative answers will follow until mid-December 2014, the preliminary conference programme will be forwarded until mid-January 2015. Apart from the contributors, all historically interested persons are invited to join in the conference.
The conference fee amounts to 50 Euro and covers all expenses for drinks, snacks and coffee breaks throughout the conference.

On behalf of the Society for the Social History of Medicine:
Elisabeth Lobenwein, Elisabeth Dietrich-Daum, Carlos Watzka

On behalf of the Conference Committee:
Maria Heidegger, Marina Hilber, Oliver Seifert, Alexander Zanesco.

  1. Contact:
    Mag. Dr. Maria Heidegger
    Institute for Historical Sciences and European Ethnology
    University of Innsbruck
    Innrain 52
    A-6020 Innsbruck
    maria.heidegger@uibk.ac.at